Technik im Gemeindealltag ist längst kein Nebenthema mehr. Beamer, Funkmikrofone, Stre
aming, Lichtanlagen, Webseiten, KI-Werkzeuge, Smart-Home-Steuerung der Heizung — all das gehört heute zum Werkzeugkasten lebendiger Gemeindearbeit. Genau hier setzt das Team Technik des Ohofer Gemeinschaftsverbandes (OGV) an, kurz TeTe genannt.
In den meisten Gemeinden tragen Ehrenamtliche die technische Verantwortung. Sie bauen Bühnen, mischen Ton, betreuen Streams, pflegen Webseiten — und stoßen dabei immer wieder auf dieselben Fragen. TeTe wurde im April 2021 ins Leben gerufen, damit nicht jede Gemeinde ihr Rad neu erfinden muss. Das Ziel ist einfach: Erfahrungen teilen, Standards finden, Doppelarbeit vermeiden — und so weniger Zeit in Schulungen und mehr Geld in sinnvolle Anschaffungen stecken.
Wer dabei ist
Aus den Mitgliedsgemeinden — von Hamburg-Bramfeld bis in den Südhartz, von Gifhorn bis Wolfsburg, von Tiddische bis zur Johannes-Gemeinde Müden — entsenden die Gemeinden ihre technisch Verantwortlichen. Die Runde ist bewusst klein gehalten und persönlich: Man kennt sich, fragt offen nach und gibt ehrliche Antworten. Bei Bedarf werden auch Fachleute zu speziellen Themen eingeladen.
Was wir besprechen
Die Themenpalette spiegelt das, was Gemeinden heute tatsächlich beschäftigt:
- Audio & Video: Funkmikrofone, In-Ear-Monitoring, NDI-Kameras, Streaming, Mischpulte
- Bühne & Licht: DMX-Steuerung, LED-Traversen, Sicherungsseile bei Überkopfinstallation
- Recht: GEMA, CCLI, VG Musikedition, Rundfunklizenz, Bildrechte, Filmvorführungen, Barrierefreiheit (BFSG)
- IT & Netzwerk: Office 365, Nextcloud, Proxmox, Backups, Windows-11-Migration, sichere Netze
- Künstliche Intelligenz: KI im Gemeindealltag, EU-KI-Verordnung, eigene Handlungsrichtlinien
- Gebäude & Energie: Smart-Home, Heizungssteuerung, energetische Maßnahmen
- Sichtbarkeit: Webseiten, SEO, Social Media, Reichweite über die eigene „Blase“ hinaus
- Veranstaltungsformen: Hybrid-Gottesdienste, „Coffee in Church“, neue Formate
Konkret heißt das: Wenn in Hankensbüttel der Beamer durch Fernseher ersetzt werden soll, profitieren die anderen von den Erfahrungen. Wenn in Gifhorn Funkmikrofone aussetzen, gibt es Tipps zu externen Antennen oder zum richtigen Frequenzband. Wenn in Bramfeld eine Heizungssteuerung wirklich gut funktioniert, wird das System weitergegeben. Und wenn in Tiddische die Frauengruppe einen rechtlich sauberen Filmabend organisieren möchte, hat die Runde sofort Erfahrungswerte zur Hand.
Wie wir arbeiten
TeTe trifft sich zweimal im Jahr per Zoom, jeweils samstags von 9:00 bis 10:00 Uhr. Die Termine sind langfristig festgelegt, der Aufwand ist überschaubar. Zu jedem Treffen gibt es ein Protokoll, das den Austausch festhält und auch denen zur Verfügung steht, die nicht teilnehmen konnten. Workshops oder Präsenztreffen ergänzen das Format gelegentlich.
Die Atmosphäre ist nüchtern, freundlich und praktisch: Niemand muss Experte sein, um teilzunehmen. Es geht ums Lernen, nicht ums Vorführen. In den Sitzungen wurde immer wieder deutlich: Technik ist ein Werkzeug, um Menschen zu erreichen und Gemeindealltag tragfähig zu organisieren. Sie ersetzt keine Begegnung — aber sie kann den Weg zur Begegnung freiräumen. Genau das ist die Linie von TeTe.
Mitmachen
Jede Mitgliedsgemeinde des OGV ist herzlich eingeladen, einen festen Vertreter oder eine Vertreterin zu entsenden. Auch interessierte Gäste sind willkommen. Wer Fragen hat, vor einer größeren Anschaffung steht oder einfach von den Erfahrungen anderer profitieren möchte, ist hier richtig. Richtig – Interessierte sind eingeladen – einfach mal anfragen. Wir freuen uns auf den Austausch. Einfach eine Anfrage senden.
