Kaum ein Thema bringt Familienfeiern so zuverlässig zum Kochen wie das Gendern. Die einen sehen darin Gerechtigkeit, die anderen Sprachpolizei. Aber ist der Streit wirklich so neu?
Unser Essay „Die Grammatik der Geschlechter“ macht eine Weltreise durch 5.000 Jahre – und bringt erstaunliche Fundstücke mit:
- Die erste namentlich bekannte Autorin der Welt war eine Priesterin – vor 4.300 Jahren.
- Eine Pharaonin trug einen falschen Bart, doch die Grammatik verriet sie.
- Ein einziger Akzent machte aus der Apostelin Junia einen Mann – und erst 1998 wurde das korrigiert.
- Der Koran nennt „gläubige Männer und gläubige Frauen“ – nach der Überlieferung, weil eine Frau nachgefragt hatte.
- Ein chinesischer Dichter erfand das Zeichen für „sie“ – und schrieb gleich ein Liebesgedicht damit.
Mehr als die Hälfte aller Sprachen kennt übrigens gar kein grammatisches Geschlecht. Gleichberechtigt sind diese Gesellschaften deshalb noch lange nicht.
Was nehmen Sie mit? Mehr Gelassenheit im Streit. Gute Argumente für beide Seiten. Und vier einfache Fragen, mit denen Ihr nächster Gemeindebrief, Ihre Einladung oder Stellenanzeige alle erreicht – ohne Krampf und ohne Kulturkampf.
Neugierig? Lesen Sie rein. Es lohnt sich – versprochen (pdf).
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