Wofür stehst du morgens auf?

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Sonntagabend, die Woche ist geschafft, kein Termin ruft mehr, kein Bildschirmc f ff b bf c – TCG-Ohof blinkt – und in diese Stille hinein steigt eine Frage auf, leise, fast schüchtern: Wofür das alles? Uns geht es gut wie kaum einer Generation zuvor. Wir reisen, wir wählen, wir besitzen, sind rund um die Uhr verbunden und selten allein. Und doch berichten immer mehr Menschen von einer Leere, die kein Wohlstand füllt.

Ein Mann hat diesem Gefühl seinen Namen gegeben. Viktor Frankl, Wiener Psychiater und Überlebender mehrerer Konzentrationslager, nannte es das „existenzielle Vakuum“ – jenes Gefühl, dass etwas fehlt, obwohl äußerlich nichts fehlt. In den Lagern beobachtete er, wer durchhielt und wer aufgab: Eher überlebte, wer ein Wofür hatte. Daraus zog er einen Schluss, der um die Welt gehen sollte – „Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.“

Dieses Buch nimmt den Gedanken beim Wort und geht mit ihm auf große Reise: von den ältesten Gräbern der Menschheit über die Weltreligionen, Sokrates, Nietzsche und die Existenzdenker bis zu Frankls eigener Geschichte im Abgrund der Lager. Und es prüft schonungslos die verlockenden Angebote unserer Zeit – die Jagd nach Glück, den Kult der Selbstverwirklichung, das Streben nach Erfolg, den Konsum, das positive Denken. Alles gut gemeint. Und doch Abkürzungen, die genau in die Leere zurückführen, aus der sie herausführen sollten.

Ein kluges, warmherziges Buch, das nicht belehrt und keinen Weg verurteilt – sondern zeigt, wie man den eigenen Sinn nicht macht, sondern findet.

👉Hier das ganze Essay – fast ein Buch … (pdf, 27 Seiten)

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