Die ältesten Schriftstücke der Menschheit sind keine Gebete und keine Gedichte.
Es sind Schuldscheine. Und im Deutschen meint dasselbe Wort bis heute beides: Schuld und Schulden. Ein Zufall? Schon Nietzsche fand: nein.
In unserem neuen Essay „Geld ist Schuld“ gehen wir dieser Spur nach – rund um den Globus und quer durch die Jahrhunderte. Von den Erlassjahren der Bibel über Haiti, das 122 Jahre lang ein „Lösegeld für die eigene Freiheit“ abzahlte, bis zur Euro-Krise und Chinas leeren Immobilientürmen. Unterwegs wird ein verblüffender Gedanke sichtbar: Unser Geld selbst entsteht aus Schulden – und Aufschub wird fast immer teurer als das Problem, das er lösen sollte.
Aber keine Sorge, das ist keine Schwarzmalerei. Am Ende steht Hoffnung. Ein Dorfbürgermeister namens Raiffeisen, der im Hungerwinter 1846 aus lauter Ohnmächtigen eine kreditwürdige Gemeinschaft machte. Und fünf ganz konkrete Schritte, mit denen jede und jeder von uns schon in dieser Woche anfangen kann.
Können wir uns das wirklich leisten? Die vielleicht wichtigste Frage unserer Zeit – hier neu gestellt.
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