Eine Muskatnuss war einmal so wertvoll, dass die Niederländer dafür Manhattan hergaben — und eine ganze Inselbevölkerung auslöschten. Klingt nach ferner Geschichte? Dann schauen Sie auf Ihr Smartphone. Für das Kobalt darin schuften im Kongo Kinder für zwei Dollar am Tag.
Der Welthandel hat über eine Milliarde Menschen aus der Armut geholt — und ganze Städte entkernt. Er legt Ihnen Erdbeeren im Januar ins Regal — und verschweigt, wer sie gepflückt hat. Beides ist wahr. Zur selben Zeit.
Und er hat einen blinden Fleck, über den kaum jemand spricht: Er lebt auf Pump. 348 Billionen Dollar Schulden lasten heute auf der Welt, die Staaten machen es vor. Wir stillen unseren Bedarf von heute — auf Kosten von übermorgen. Am 24. Juli war die Erde für dieses Jahr ökologisch schon aufgebraucht. Den Rest borgen wir uns bei unseren Enkeln.
Unser neuer Beitrag „Handel im Wandel der Zeit“ fragt unbequem nach: Ist der Händler Diener oder Schmarotzer? Macht das ewige Mehr uns wirklich glücklicher? Und die eine Frage, die kein Markt und kein Kredit beantworten kann — wann ist genug?
Keine bequemen Antworten. Aber ein ehrlicher Blick, echte Zahlen und am Ende etwas, das Sie schon beim nächsten Einkauf tun können.
Lesen Sie weiter(30 Seiten, pdf) — und entscheiden Sie selbst, wem Ihr nächster Einkauf dient. Und wer die Rechnung bezahlt.

