
„Die kosten uns Milliarden.“ — „Ohne sie bricht die Rente zusammen.“ Zwei Sätze, die jeder kennt. Beide klingen überzeugend. Und beide nennen keine einzige nachprüfbare Zahl.
Über kaum ein Thema wird so laut gestritten wie über Zuwanderung — und so selten wirklich gerechnet. In meinem neuen Essay drehe ich die Reihenfolge um: Erst kommen die Zahlen auf den Tisch, dann das Urteil. Nachgerechnet an drei ganz gewöhnlichen Orten — einem Dorf, einer Kleinstadt, einer Großstadt.
Dabei stößt man auf eine überraschende Einsicht. Das Geld, das der Staat ausgibt, verschwindet nicht. Es wandert weiter: zur Vermieterin, in den Supermarkt, zum Handwerker, zum Arbeitgeber. Vom ersten Tag an zahlt jeder Zugewanderte Mehrwertsteuer. Die Frage ist also nicht nur, was es kostet — sondern auch: Wer verdient daran, wenn nicht der Staat?
Am Ende geht es um mehr als Euro und Cent. Nichtstun ist auch keine Lösung; es lässt die Lücke wachsen und die Zukunft brachliegen. Den Fremden aufzunehmen ist beides zugleich: Barmherzigkeit und eine nüchterne Investition. Und die Rendite? Sie fällt denen zu, die handeln — nicht denen, die nur klagen.
→ Hier den ganzen Essay lesen: „Rechnen und die Immigration„.
