Wenn die Geige rockt: Stilbruch in Meinersen

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19. September 2026 · 19:00 Uhr · TCG-Ohof, MeinersenSeite scaled – TCG-Ohof

Stell dir vor, ein Cello geht joggen, trifft dabei eine E-Gitarre, verliebt sich Hals über Kopf – und neun Monate später steht ein Kind auf der Bühne, das weder ganz Klassik noch ganz Rock ist, aber verdammt gut klingt. Genau dieses Kind heißt Stilbruch, und es kommt am 19. September zu uns nach Ohof, um mit uns über „Hoffnung in Akkorden“ zu sprechen. Mit Instrumenten. Sehr laut. Sehr leise. Und mitten ins Herz.

Der Widerspruch, der keiner ist

Der Bandname ist Programm, fast schon eine kleine Frechheit: Stilbruch. Wer bricht schon absichtlich mit Stilfragen und nennt das dann auch noch stolz beim Namen? Diese drei Musiker aus Leipzig, Dresden und Berlin tun genau das – und erschaffen dabei ein Genre, das sie selbst liebevoll „New Classic“ nennen. Klassik und Rock, verschmolzen wie Kaffee und Milch, nur mit mehr Halligkeit. Cello, Geige, Schlagzeug, Gesang. Klingt nach Konzerthaus? Ist aber Rockbühne. Klingt nach Widerspruch? Ist aber genau der Punkt.

Man könnte fast neidisch werden auf die klassische Musikwelt, die sich seit Jahrhunderten fragt, ob man zum Mozart auch mal aufstehen darf. Stilbruch hat diese Frage längst beantwortet: mit einem klaren, druckvollen Ja.

Wer da eigentlich auf der Bühne steht

Drei Menschen, ein Sound, unzählige Gefühle:

  • Sebastian Maul – Cello und Stimme. Der Mann, der dem gestrengsten aller Streichinstrumente beibringt, auch mal die Sau rauszulassen.
  • Antonio Palanovic – Violine. Bringt die Geige zum „Glühen“, wie es heißt – wir vermuten: im besten, nicht im brandschutztechnischen Sinne.
  • Fabian Buchenau – seit 2024 an den Drums, das rhythmische Rückgrat der Band und, so wird kolportiert, der „stets ausgeglichene Optimist“ im Bandbus. Jede gute Band braucht jemanden, der die Nerven behält, während die anderen beiden vor lauter Hingabe fast vom Bühnenrand fallen.

Über 20 Jahre Bandgeschichte, eine treue Fanbase quer durch Europa, Support-Shows für Nena und Gregor Meyle – Stilbruch weiß, wie man ein Publikum packt und nicht mehr loslässt. Kein Wunder, dass man sich hinterher fragt, warum die eigenen Knie plötzlich so wackelig sind.

Musik, die nicht kitschig sein will – und es auch nicht ist

Die Texte sind deutsch, klug, direkt. Kein Wattebausch-Pop, keine hohlen Phrasen. Es geht um das Leben, um Liebe, um die Kunst, sich in einer hektischen Welt wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Und mittendrin: immer wieder diese kleinen Funken Zuversicht, die dem heutigen Motto „Hoffnung in Akkorden“ ihren Namen geben.

In „Alles kann passieren“ heißt es sinngemäß, man solle mit voller Kraft voraus sein eigenes Schicksal in die Hand nehmen – eine Zeile, die man sich getrost auf den Badezimmerspiegel schreiben darf. Und im Diakonie-Song „Die Liebe siegt!“ steckt eine Botschaft, die man an schlechten Tagen gerne mal vergisst: dass Liebe am Ende immer einen Weg findet. Kein Kitsch, sondern Zuspruch mit Substanz – genau die Art von Musik, die man nach einem anstrengenden Tag braucht, ohne dass man sich dabei ertappt fühlt, gerade emotional erwischt worden zu sein.

Ihr eigener Anspruch bringt es auf den Punkt: „Wir machen keine Kompromisse, sondern vollen Einsatz für unser Publikum.“ Kein Understatement, sondern Ankündigung.

Was Sie an diesem Abend erwartet

Ein Konzert, das laut wird und leise, das rockt und trotzdem berührt, das Klassik-Snobs verwirrt und Rockfans überrascht – und das am Ende alle mit einem warmen Gefühl von Hoffnung nach Hause schickt. Bringen Sie also ruhig ein Taschentuch mit, für den Fall, dass die Geige zu glühen beginnt und Ihre Augen mitziehen.

📅 Datum: 19. September 2026 🕖 Beginn: 19:00 Uhr (Ende ca. 22:00 Uhr) 📍 Ort: TCG-Ohof, Am Walde 4, 38536 Meinersen 🎟️ Eintritt: 10 € im Vorverkauf / 15 € an der Abendkasse

Tickets gibt es direkt über unsere Veranstaltungsseite, per E-Mail an veranstaltung@tcg-ohof.de oder telefonisch unter +49 5372 978 3949.

Wir freuen uns auf einen Abend, an dem Cello und Geige beweisen, dass Hoffnung manchmal einfach nur laut genug gespielt werden muss, um gehört zu werden.

 

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