Wegsehen ist auch eine Entscheidung

Hingucken

interaktiver Kurs über Kindeswohl, Gefährdung und den Mut, nicht wegzusehen

Fast 80.000 Kinder und Jugendliche waren 2025 in Deutschland nachweislich gefährdet – und viele mehr bleiben unsichtbar. Dieser Kurs zeigt, was Kinder brauchen, woran man Gefahr erkennt und was du tun kannst – ob in Familie, Sportverein, Jugendfeuerwehr, Chor, Pfadfindergruppe, Kirchengemeinde, Schule oder auf Freizeit. Und wo du Hilfe findest, egal ob in Bayern, auf Sylt oder im Zeltlager in Italien.

☂️ 12 Stationen⏱️ ca. 80 Minuten🔦 Taschenlampen-Probe🧑‍⚕️ Fachkraft-Joker🧭 Hilfe finden – überall🖨️ Notfallkarte

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Dein Schutzschirm

🔦 Werkstatt: Im Blick behalten, Rat holen oder sofort handeln?

Acht Beobachtungen aus dem Alltag einer Jugendarbeit. Ordne jede einer Reaktion zu. Es geht nicht um Panik, sondern um das richtige Tempo.

📊 Kurz gefragt (anonym)

Nach deiner Antwort siehst du, wie andere geantwortet haben. Gezählt wird nur die Summe – ohne Cookies, ohne Daten über dich.

🛡️ Meine Notfallkarte

Deine Karte für den Ernstfall: fünf Schritte aus dem Seminar, deine Kontakte und deine Notizen aus dem Kurs. Fülle sie aus, drucke sie auf eine Seite und leg sie in deine Gruppen-, Lager- oder Einsatzmappe.

Hingucken – meine Notfallkarte

  1. Ruhe bewahren und hinsehen. Zeichen ernst nehmen, nichts überstürzen, nicht wegsehen.
  2. Beobachtungen notieren. Datum, Uhrzeit, was ich gesehen oder gehört habe – Fakten statt Deutungen, Aussagen möglichst wörtlich.
  3. Nicht allein bleiben. Leitung bzw. Kinderschutz-Ansprechperson informieren; Rat bei einer insoweit erfahrenen Fachkraft holen.
  4. Zuhören, glauben, nichts Unhaltbares versprechen. Kein Verhör, Täter nicht warnen, nichts über den Kopf des Kindes hinweg.
  5. Grenzen achten, Schutz organisieren. Verhaltensregeln leben, Führungszeugnis aktuell halten, nach dem Schutzkonzept fragen.
Polizei 110Notruf 112Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530Nummer gegen Kummer 116 111Elterntelefon 0800 111 0 550Europa: 112
Meine Notizen aus dem Kurs
  • Noch keine Notizen übernommen. Bei manchen Aufgaben kannst du deine Notiz auf die Karte holen.

☎️ Wenn ein Kind in Gefahr ist

Grundsatz: Schutz geht vor Zusammenhalt – vor dem guten Ruf des Vereins, vor Freundschaft und vor Familienfrieden.

🧭 Hilfe finden – überall

Kinderschutz ist überall in Deutschland gleich geregelt, nur die Namen der Stellen ändern sich. Mit diesen vier Fragen findest du in wenigen Minuten die richtige Stelle – in Oberbayern, auf Sylt oder im Zeltlager am Gardasee.

1. Ist jemand jetzt in Gefahr?

Dann zuerst 110 (Polizei) oder 112 (Rettung). Die 112 funktioniert in allen EU-Ländern, auch in Polen und Italien, und in der Schweiz – kostenlos, auch ohne Guthaben.

2. Wer ist bei uns verantwortlich?

Deine Leitung und – falls es sie gibt – die Kinderschutz- oder Präventionsbeauftragte deines Vereins oder Verbands. Viele Dachverbände haben eigene Fachstellen: Sportjugend und Landessportbund, Jugendfeuerwehr auf Kreis- und Landesebene, Pfadfinderverbände, Jugendring, Landeskirche oder Bistum.

3. Welches Jugendamt ist zuständig?

Für Beratung und Hilfen das Jugendamt am Wohnort des Kindes. Ist ein Kind unterwegs akut in Gefahr, handelt das Jugendamt dort, wo es sich gerade aufhält – nachts über die Polizei erreichbar. Jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis hat eines: auf Sylt etwa der Kreis Nordfriesland, in Bayern das Landratsamt oder die Stadt. So findest du es: „Jugendamt vor Ort finden“ oder eine Suche nach „Jugendamt“ plus Stadt bzw. Kreis – achte auf die amtliche Seite der Kommune.

4. Wo bekomme ich fachlichen Rat?

Suche nach „insoweit erfahrene Fachkraft“, „Kinderschutz Fachberatung“ oder „Frühe Hilfen“ plus Kreis – oder in der Datenbank des Hilfe-Portals. Viele Jugendämter beraten zuerst anonym, ohne dass daraus gleich ein Fall wird.

Unterwegs im Ausland

📚 Weiterlesen und Weitergehen

Bibel

Bücher und Arbeitshilfen

Verbände und Fachstellen

Weitere Kurse